Erhebliche Kostensteigerung bei der Umbauplanung der EMS-HALLE

Die Kostensteigerung ist dabei auf vier verschiedene Faktoren zurückzuführen. Zum einen sind sowohl in der Verwaltung als auch in den beteiligten Planungsbüros Fehler gemacht worden. Zum anderen haben sich durch die Detailplanung Veränderungen ergeben und Kostenpositionen erhöht. Zudem hat die Detailplanung gezeigt, dass bestimmte Maßnahmen, die für den zweiten Bauabschnitt geplant waren, wirtschaftlicher bereits im ersten Bauabschnitt mitdurchgeführt werden.

„Kostensteigerungen können bei Bauprojekten zwar passieren, aber nicht in dieser Höhe! Und vor allem müssen sie kommuniziert werden. Deswegen habe ich, als ich von den Kostensteigerungen erfuhr, sofort die Vertreter der Politik eingeladen und das Thema ‚auf den Tisch gebracht‘ – nicht nur um darüber zu informieren, sondern auch um gemeinsam und einvernehmlich ein weiteres Vorgehen abzustimmen“, erläutert Bürgermeister Oliver Kellner seine Vorgehensweise. „Die Kostensteigerung und deren Nicht-Kommunikation kam für mich total überraschend. Ich werde dafür sorgen, dass die Situation lückenlos aufgeklärt wird. Ich stehe für eine ehrliche und transparente Kommunikation – sowohl innerhalb der Verwaltung, als auch mit der Politik und der Öffentlichkeit! Das habe ich im Wahlkampf versprochen, und das setzte ich heute um“, verspricht Kellner.

Weiteres Vorgehen

Die weitere Planung des EMS-HALLEN-Umbaus pausiert zunächst. Ebenso pausieren die Um- und Ausbaupläne von Stroetmanns Fabrik, die insbesondere bei der Gestaltung der Außenflächen mit den Plänen der EMS-HALLE verwoben sind.

Am Donnerstag, 10. Dezember 2020, findet eine nichtöffentliche Sitzung dreier Ausschüsse statt: des Haupt-, Finanz- und Steuerungsausschusses, des Ausschusses für Infrastruktur und des Ausschusses für Kultur-, Sport und Freizeit. In dieser Sitzung soll im Detail darüber informiert werden, wie und wodurch die Kostensteigerungen im Einzelnen hervorgerufen werden. Neben Vertretern der Verwaltung wird auch das Architekturbüro anwesend sein.

Anschließend sollen sowohl für die Umbaupläne der EMS-HALLE als auch für Stroetmanns Fabrik Machbarkeitsstudien erfolgen, welche Umbauarbeiten mit welchen konkreten Kosten zu welchen Bedingungen durchgeführt werden sollen. Die Machbarkeitsstudien sollen ein solides Fundament für eine realistische Kostenplanung und eine erfolgreiche Projektumsetzung bilden. „Mein Ziel ist und bleibt es, die EMS-HALLE und Stroetmanns Fabrik zu modernisieren. Und zwar so, wie es funktional möglich und sinnvoll ist und vielleicht nicht immer so, wie es wünschenswert wäre“, erläutert Kellner seine persönliche Zielsetzung.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie soll auch geprüft werden, inwieweit die Erweiterung des Schießstandes aus dem Gesamtumbaupaket rausgelöst und separat umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse dieser Studie gehen anschließend wieder in die politische Beratung. Die Politik wird dann entscheiden, was wann wo und wie zu welchen Kosten umgesetzt werden soll.