Stadtbibliothek

Ankommen in Deutschland

Das Angebot richtet sich vorrangig an neuzugewanderte Drittstaatsangehörige, die aus beruflichen oder privaten Gründen nach Deutschland gekommen sind. Menschen, die aus anderen Ländern und Kulturen erstmalig nach Deutschland kommen, stehen häufig vor sehr großen Herausforderungen. Die sogenannten „Infohäuser“ sollen ihnen den Einstieg und das Ankommen in Deutschland erleichtern. In den einladend gestalteten kleinen Infohäusern verbirgt sich eine Fülle von Möglichkeiten, die deutsche Sprache zu erlernen und bereits erworbene Kenntnisse zu vertiefen. Hierzu ist es mit einem Tablet und Kopfhörern ausgestattet und ermöglicht so das selbstbestimmte Deutschlernen.

Interessierte können sich zudem über das Leben in Deutschland informieren und beispielweise Kontakte zu Schulen knüpfen oder sich nach einer Ausbildung oder einem Studium erkundigen. Außerdem sind wichtige Adressen beschrieben, die den Weg zu Behörden erleichtern, bei Diskriminierung helfen oder im Notfall entsprechende Unterstützung geben. Insgesamt wurden vom Goethe-Institut 7.200 Adressen von Beratungsstellen, Behörden und Integrationskursträgern gesammelt und in 30 verschiedene Sprachen übersetzt. Durch spezifische regionale Informationen bietet sich aber auch die Gelegenheit, die nähere Umgebung kennenzulernen und auf unmittelbar erreichbare Angebote aufmerksam zu werden.

Die Infohäuser sind im Rahmen des Projekts „Ankommen in Deutschland“ entstanden, welches vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert wird.

Nicht nur die regelmäßigen ehrenamtlichen Deutschkurse in der Bibliothek, sondern auch der gesamte Bestand an Büchern zum Deutschlernen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauses. Auf diese Weise bietet das Haus auch eine gute Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch, sobald die Corona-Pandemie dies wieder zulässt.

Neben dem Leiter der Stadtbibliothek Christoph Höwekamp (links) freuen sich auch die ehrenamtliche Deutschlehrerin Renate Donaszewski (2.v.l.) und der ehrenamtliche Deutschlehrer Edwin Mock (rechts) sowie die Integrationsbeauftragte der Stadt Emsdetten Eva Kohl (3.v.l.) über das neue Infohaus.