Familie und Beruf

Familie und Beruf

Gender Care Gap

Während der Corona-Pandemie zeigt sich, dass Familien wieder stärker in alte Rollenmuster zurückfallen. Aber auch schon vorher waren die Familien- und Hausarbeiten sehr ungerecht zwischen den Partnern aufgeteilt. Dieser unterschiedliche Zeitaufwand für die Familien- und Hausarbeit, wird auch als Gender Care Gap bezeichnet. Im Jahr 2019 lag der durchschnittliche Gender Care Gap bei 52,4 Prozent: So viel mehr Zeit als Männer wendeten Frauen täglich auf für Kinderbetreuung, Haushalt, die Pflege von Angehörigen, Ehrenämter und andere unbezahlte Tätigkeiten.

Für die Zeit der Corona-Pandemie liegen noch keine aktuellen Zahlen für den Gender Care Gap vor. Insgesamt dürfte die Zeit für Kinderbetreuung aufgrund der Schul- und Kitaschließungen stark zugenommen haben. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung spielt für Frauen die Familiensituation in Bezug auf Erwerbstätigkeit oder Arbeitszeiten eine gravierende Rolle, Männer hingegen werden davon in ihren Entscheidungen kaum beeinflusst.

Bei Fragen rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, kann telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbart werden.

Mental Load - Mentale Last

"Man kann nicht gleichzeitig hundertprozentige Berufsfrau, hundertprozentige Mutter, hundertprozentige Partnerin sein ... dann wird man ein dreihundertprozentiges Wrack!" -  Renate Schmidt, ehemalige Familienministerin

Damit das Paar- und vor allem das Familienleben reibungslos funktioniert, müssen neben den sichtbaren Aufgaben im Alltag noch sehr viele unsichtbare Aufgaben bedacht, geplant und ausgeführt werden. Diese Aufgaben sind oft für jene Personen, die sie nicht erledigen, unsichtbar. Trotzdem bringen gerade diese Aufgaben, die zu den alltäglichen Arbeiten noch hinzukommen, eine enorme mentale Last mit sich. Dieser Mental Load betrifft in erster Linie Frauen und das, obwohl die wenigsten Paare dies jemals explizit ausgehandelt hätten. Die Belastungen können so gravierend sein, dass sie zu einer starken Erschöpfung bis hin zu burnout-ähnlichen Symptomen führen können.

  • Der folgende Comic der 36-jährigen Zeichnerin Emma, die als Informatikerin arbeitet und einen 6-jährigen Sohn hat, verdeutlicht die Problematik von Mental Load 
  • Einen guten Überblick darüber, was Mental Load ist, wie man ihn sichtbar machen kann und vor allem wie Frau aus der "Mental-Load-Falle" wieder herauskommt, finden Sie hier


Schwanger und keiner darf es erfahren?

Erfahrene Beraterinnen sind telefonisch oder online rund um die Uhr für die Schwangeren da – bei Bedarf in 18 Sprachen. Über die Internetseite können außerdem Beratungsstellen in der Nähe gesucht werden.