Westumgehung K 53n

Seit fast vierzig Jahren fordert und fördert die Stadt Emsdetten den Bau der Westumgehung K 53n. Zuständig für Planung, Bau und Unterhaltung der Straße ist der Kreis Steinfurt. Ein wesentliches verkehrsplanerisches Ziel ist die Entlastung der bestehenden Ortsdurchfahrten K 53 und B 481 vom Durchgangsverkehr. Die Westumgehung dient darüber hinaus der Verbesserung der Erschließung der städtischen Gewerbegebiete wie auch der Verbesserung des überörtlichen Verkehrsnetzes. Durch die Verlagerung der Verkehre außerhalb der dicht besiedelten Bereiche verbessert sich die Lebensqualität für die Anwohner. 


Historie der Westumgehung K 53n

Bereits seit 1975 ist die Westumgehung im Flächennutzungsplan der Stadt Emsdetten dargestellt. Im Jahr 2000 wurde ihr Verlauf endgültig festgelegt. In den Folgejahren wurden die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet und in der Zeit vom 20. April 2009 bis 19. Mai 2009 ausgelegt. Im Zuge dessen sind aus der Öffentlichkeit, von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange zahlreiche Stellungnahmen eingegangen. Die vorgetragenen Anregungen und Bedenken wurden sorgfältig abgewogen. Die Abwägungsergebnisse wurden bei der Überarbeitung und Ergänzung der Planunterlagen berücksichtigt. Diese als „Deckblatt A“ bezeichneten Planunterlagen wurden in der Zeit vom 05. Mai 2014 bis 04. Juni 2014 öffentlich ausgelegt. 

Rahmenbedingungen, wie etwa die vorübergehende Aussetzung der Förderung von Straßenneubauprojekten durch Bund und Land, verzögerten den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens K 53n. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung seit der Auslegung von 2014 galt ein Teil des dem Straßenbauprojekt zugrundeliegenden Verkehrsgutachtens als nicht mehr aktuell (älter als 5 Jahre). In der Zwischenzeit war zudem eine Richtlinie in Kraft getreten, die bisher nicht galt. Die fortgeschriebene Verkehrsuntersuchung sowie der Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie -WRRL lagen in der Zeit vom 01. April 2019 bis einschließlich 30. April 2019 im Rathaus der Stadt Emsdetten aus.

In der Zeit vom 16. September 2019 bis 20. September 2019 fanden im Rathaus der Stadt Emsdetten Erörterungen zur K 53n statt. Sowohl die privaten als auch die öffentlichen bzw. behördlichen Einwender wurden geladen und erhielten Gelegenheit, ihre zuvor vorgetragenen Anregungen und Bedenken näher zu erläutern. Die Bezirksregierung Münster als Planfeststellungsbehörde resümierte nach den Erörterungsterminen, dass die Planfeststellungsunterlagen noch nicht entscheidungsreif waren und eine erneute öffentliche Auslegung des überarbeiteten Verkehrsgutachtens erforderlich ist. Diese erneute öffentliche Auslegung steht zurzeit noch aus.


3D-Visualisierung

Dieses für die Stadt Emsdetten bedeutende Straßenbauprojekt wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Die Herausforderung bei einer Straßenplanung ist es, relevante Informationen und Inhalte einfach und erfolgreich zu kommunizieren. Eine Visualisierung als Hilfsmittel dient dazu, die komplexen Zusammenhänge zu verdeutlichen und somit zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen. Visualisierungen bieten zudem auch die Möglichkeit einer schnellen und besseren Orientierung im Planungsraum.

Der Kreis Steinfurt hat für eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit eine Visualisierung des Straßenbauprojektes K 53n erarbeiten lassen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück hat das beauftrage Ingenieurbüro diese im Rahmen eines Forschungsprojektes erstellt. Die Visualisierungen stellen die realistische Abbildung des Projektes in der Landschaft dar, sodass sich jeder eine gute Vorstellung über den Eingriff in den Naturraum als auch über die zukünftige Neugestaltung mit einer Westumgehung machen kann. Die K 53n wird als dreidimensionales Planungsprojekt georeferenziert in der Landschaft dargestellt.

  • Die Fotoaufnahmen beruhen auf der realen Situation
  • In der voll-virtuellen Darstellung wird zunächst ein virtuelles Abbild der Realität geschaffen (Bestandsmodell).

In den Fotoaufnahmen als auch dem virtuellen Abbild wird die geplante Maßnahme virtuell „gebaut“ (Planungsmodell). Für die Qualität der Maßhaltigkeit beider Darstellungen gilt der aktuelle Stand der wissenschaftlich-technischen Entwicklung mit einer höchst möglichen objektiven Realitätsnähe auf der Grundlage der georeferenzierten Bestands- und Planungsunterlagen.


Fotovisualisierung

Die Fotovisualisierung ist die Perspektive des Fußgängers/Radfahrers aus der Ortslage kommend zur K 53n; Standpunkte sind die örtlichen Wirtschaftswege.

  • Fotomontagen an 10 Standorten mit Darstellung des Status quo im Juni 2019 und nach Fertigstellung und mit Bepflanzung nach ca. 15 Jahren.
  • Einige digitale Ansichten vervollständigen die Darstellung der Straßenplanung.

Überflug

Der Überflug ist die Ansicht des gesamten Bauvorhabens aus der Vogelperspektive.

Der Betrachter kann das Planungsvorhaben im Flugmodus betrachten und hierbei im Flug innehalten, um Landschaftsausschnitte detailliert zu betrachten.

Die Dauer des Films beträgt jeweils ca. 2 Minuten.

Fahrsimulation

Die geplante Trasse wird mit einem Pkw bei einer Streckengeschwindigkeit von 80 km/h und 30 km/h im Kreisverkehr befahren.

Einzelaspekte können durch Anhalten des Films betrachtet werden.

Die Dauer des Films beträgt rund 4 Minuten, entsprechend einer realen Fahrzeit.