Museen und Sehenswertes

Emsdettens "Museumsinsel" um Hof Deitmar

Das Gebäude Deitmars Hof  im Parkgelände Hof Deitmar

Emsdettens Museen liegen in einer zentralen Parkanlage um den Hof Deitmar in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Der Hof Deitmar ist als einziger von vier "Urhöfen" des ehemaligen Dorfes Emsdetten noch erhalten und damit die "Keimzelle" Emsdettens.

Der alte Hof wurde 1912 zu seiner heutigen Form umgebaut und 1956 von der Stadt Emsdetten erworben.
Im Obergeschoss des Hauptgebäudes sind heute Räumlichkeiten für den Emsdettener Heimatbund und den Kreisheimatbund vorhanden; im Erdgeschoss befindet sich u.a. das Trauzimmer der Stadt Emsdetten.

Rund um das Hauptgebäude ist eine "Museumsinsel" entstanden. Dort befindet sich der alte Hofspeicher (das heutige Speichermuseum), das August-Holländer-Museum, das Wannenmachermuseum, ein Backhaus sowie eine Konzertmuschel.

Einen Überblick über die "Museumsinsel Hof Deitmar" bietet das folgende Dokument:

Kontaktdaten und Führungen 

Adresse
Mühlenstraße 28-30
48282 Emsdetten

 (Außerhalb der Öffnungszeiten bitte auf den Anrufbeantworter sprechen.)

Öffnungszeiten

Mittwoch
- Uhr
Donnerstag
- Uhr
Freitag
- Uhr
Samstag
- Uhr
Sonntag
- Uhr

Neujahr, Karfreitag, Ostern, Pfingsten, Heiligabend, Weihnachten und Silvester bleibt das Museum geschlossen.

Führungen
Der Heimatbund bietet individuelle Führungen an. Vereinbaren Sie einfach einen Termin über die oben genannten Kontaktdaten mit den Museumsführern!

Museen in Emsdetten

August-Holländer-Museum

Eingangsschild des August-Holländer-Museums

Das August-Holländer-Museum wurde im Jahr 1993 eröffnet und zeigt die Entwicklung Emsdettens vom agrarisch-handwerklich geprägten Dorf der Bauern und Weber zur Industriestadt.
Die Entstehung der gewerblichen Hausweberei, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Handweber und das Vertriebssystem werden ebenso erläutert wie die Absatzkrise und der schließlich erfolgende Übergang zur industriellen Textilproduktion.

Anhand von Beispielen werden die Auswirkungen der Industrialisierung im Textilgewerbe auf das Leben der Menschen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Stadtwerdung im Jahre 1938 dargestellt.



Wannenmachermuseum

Das Wannenmachermuseum

Das im Jahre 1985 eröffnete Museum zeigt die Geschichte des alten Wannenmacherhandwerks, das über Jahrhunderte das wirtschaftliche Leben von Emsdetten bestimmte.
Die Wannenmacher stellten flache, aus Weiden geflochtene Körbe - sogenannte Wannen - her, die in der Landwirtschaft zur Getreidereinigung verwandt wurden. Das ausgedroschene Getreide wurde in der Wanne durch ruckartiges Hochwerfen von Spreu und Staub getrennt. Um eine Wanne in aufwendiger Handarbeit herzustellen, waren ein hohes Maß an Erfahrung, Geschicklichkeit und körperlicher Ausdauer erforderlich.

Im Museum zeigen einige eingerichtete Räume die damalige Nutzung des Hauses und verdeutlichen Lebens- und Arbeitsweise seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Der nach Themen gegliederte Ausstellungsbereich bietet Hintergrundinformationen zur Entwicklung des Wannenmacherhandwerks in Emsdetten.

Speichermuseum

Das Speichermuseum

Der alte Kornspeicher aus dem 17. Jahrhundert ist Emsdettens ältestes noch stehende Gebäude.
Das im Jahre 2001 eröffnete Speicher-Museum zeigt rund 150 alte Geräte, die den Selbstversorgern und Landwirten zur Verrichtung der verschiedensten Arbeiten dienten - von der Urbarmachung des Landes bis zur Milchverarbeitung.

Backhaus

Das Backhaus

Im Jahr 1998 ist ein Backhaus nach historischem Vorbild neu errichtet worden. In dem traditionellen Steinofen werden zu besonderen Anlässen Brote und Brötchen gebacken. "Brotbacken im Backhaus" kann auch über den Verkehrsverein als Event für Gruppen gebucht werden!

Brunnen in Emsdetten

Morgentaubrunnen

Der Morgentaubrunnen auf dem Platz "Am Brink"

Im Zuge der Stadtkernsanierung nahm die Stadt Emsdetten Mitte der 1980er Jahre die Idee einer Brunnenanlage auf dem Brink in ihre Planungen mit auf. Die Mitglieder des Kulturausschusses beschlossen auf Anregung des Emsdettener Kunstvereins, einen Ideenwettbewerb auszuloben. Der Kulturausschuss der Stadt Emsdetten entschied sich im März 1987 für den Brunnen-Entwurf von Walter Jasper „Morgentau“: Eine monumentale Blume, ein lang gestreckter Zweig mit sieben tellerartigen Kelchblättern. Ein am Morgen im Garten gebrochener Blütenzweig, benetzt mit Tautropfen, diente als Inspiration. 

Das Herz des Brunnens, ein 18 m langes, fünf Tonnen schweres, blaues Metallgebilde wurde, in einem Stahlbauunternehmen in Bad Iburg angefertigt. Am 6. Januar 1988 schwebte dieser Ast mittels eines Lufttransports in die Emsdettener Innenstadt. Die Kelche aus Messing, jeweils 3 m Durchmesser und nahezu 700 kg schwer, wurden direkt vor Ort an die Astkonstruktion geschweißt.

Am Abend des 11. März 1988 wurde der 5,60 m hohe Brunnen im Rahmen einer Festveranstaltung der Öffentlichkeit übergeben.

Sagenbrunnen

Der Sagenbrunnen am Sandufer

Im Herzen der Innenstadt, vor dem Gebäude der Sparkasse am Sandufer, befindet sich der Sagenbrunnen.

Der Sagenbrunnen mit den vom Emsdettener Künstler Herbert Daubenspeck entworfenen Figuren wurde 1985 aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Stadtsparkasse errichtet.

Die Hauptelemente des Sagenbrunnens sind die sieben Sagenfiguren, die die Emsdettener Sagen darstellen. Die Texte wurden von Pfarrer Achterfeld in seinem Buch „Herdfeuergeschichten“ veröffentlicht.

Die einzelnen Figuren und ihre Geschichten werden auf dem schaurigen Sagenspaziergang des Verkehrsvereins eindrucksvoll erzählt.

Infos & Anmeldung:  02572 / 9 30 70

Bornbrunnen

Der Bornbrunnen bei Stroetmanns Fabrik

Vor dem Eingang des Bürgersaals von Stroetmanns Fabrik befindet sich der Brunnen „Born“ des Künstlers Werner Ratering.

Zur Schaffung eines neuen Forums für die Emsdettener Bürger überlegte der Stadtrat 1996, einen Brunnen auf dem Vorplatz des Bürgersaals zu errichten. Man bat den Emsdettener Künstler Walter Jasper, der auch den Morgentaubrunnen entworfen hatte, ein Modell zu erarbeiten und vorzustellen. Der Vorsitzende des Emsdettener Kunstvereins forderte aber einen Wettbewerb, an dem Künstler aus der Region beteiligt werden sollten.

So wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Der Entwurf von Walter Jasper erreichte den dritten Platz. Der Entwurf von Werner Ratering erlangte den ersten Platz. Dadurch bekam der Havixbecker Künstler die Möglichkeit, seinen Brunnen „Born“ zu realisieren.

"Es ist eine 12m hohe, stelenartige Skulptur, die Wasser an ihrer Spitze austreten lässt, wo es sich über den unregelmäßigen, blattvergoldeten Spalt ergießt"

So beschrieb Werner Ratering seinen Brunnen, der als

"Wahrzeichen zur Schaffung einer Platzidentität notwendig ist."