Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien

Die Stadt Emsdetten unterstützt nach Kräften den Einsatz erneuerbarer Energien. Hierbei handelt es sich um Strom aus Windkraftanlagen, Biogasanlagen und Photovoltaik. Aber nicht nur Strom, auch Wärme – warmes Wasser – kann mit der Sonne produziert werden. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Emsdetten steigt stetig. Dazu tragen unter anderem auch die vielen privaten Photovoltaikanlagen bei. 

Windkraft im Veltruper Feld

Um eine Erweiterung des Windparks im Veltruper Feld zu ermöglichen, waren verschiedene Planungsschritte notwendig. Seit dem 2. Januar 2015 sind alle 19 Windkraftanlagen am Netz und produzieren regenerativen Strom - zusammen 41 MW Nennleistung. Damit sparen sie rund 50.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein, was knapp 50 Prozent der CO₂-Emissionen des Stromverbrauchs der Stadt Emsdetten entspricht. Insgesamt könnten rund 30.000 durchschnittliche Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden; das wären über 100 Prozent aller Haushalte in Emsdetten. 

Die neuen acht Windkraftanlagen erreichen eine Höhe von knapp 200 Metern; ihre Leistung beträgt insgesamt rund 20 Megawatt (MW). Vier der Anlagen werden als Bürgerwindpark für regionale Interessenten angeboten; mit einem Zeichnungskapital ab 2.000 Euro können sich Bürgerinnen und Bürger Genussrechtsanteile sichern.

Hier können Sie die Planungsschritte "Windkraft im Veltruper Feld" einsehen:

Weitere Informationen:


Windkraftanlagen im Veltruper Feld



Photovoltaik und Speicherung

Unter Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in Strom, also elektrische Energie, zu verstehen. Auf privaten und öffentlichen Dachflächen oder auch bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden und auf Freiflächen wird Sonnenenergie in Strom umgewandelt.

Damit sich die Menschen in Emsdetten informieren können, ob die Anbringung einer Solaranlage für sie sinnvoll ist, hat der Kreis Steinfurt ein Solarkataster entwickelt, das online abrufbar ist und anzeigt, welche Häuserdächer sich potenziell dafür eignen. Dieser erste Überblick kann durch den 90-minütigen „Solarstrom-Check“ von der Verbraucherzentrale NRW vertieft werden.

Rund 60 Prozent der Dachflächen in Emsdetten, die sich hervorragend dazu eignen, mit Sonne „Strom“ und/oder „Wärme“ zu produzieren, sind noch ungenutzt. Unter dem Titel „Ist Ihr Haus solar geDacht? Solarenergie zum Nulltarif – Eigenverbrauch ist für Hausbesitzer lukrativ“ – informierte die Klimaschutzmanagerin im Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt, Sara Vollrodt, am 25. Januar 2016.

Wie das eigene Hausdach zur Stromtankstelle für das Elektroauto wird, darüber informierte die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen ihrer Aktion „Sonne im Tank“ in zwei Vorträgen am 08. November 2018.


Weitere Informationen zur energetischen Gebäudesanierung


Wattbewerb

Die Nutzung der Sonnenenergie ist nach der Windenergie die wichtigste erneuerbare Energiequelle. Das Potenzial in Emsdetten ist groß und wird bisher nicht vollständig ausgeschöpft. Im Rahmen einer Solar-Strategie sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um die Nutzung der Sonnenenergie weiter zu fördern. 

Den Startschuss der Solar-Strategie stellt die Teilnahme der Stadt Emsdetten am „Wattbewerb“ dar. Dieser bundesweite Wettbewerb zwischen Städten unterschiedlicher Größenkategorien möchte den Photovoltaik-Ausbau (PV-Ausbau) weiter vorantreiben und beschleunigen. Der Wettbewerb endet, wenn die erste Großstadt ihre installierte PV-Leistung verdoppelt hat. Gewinnen wird die Stadt, die den größten Zubau der PV-Leistung pro Einwohner erreicht. Dabei werden alle Anlagen berücksichtigt: ob Dach- oder Freiflächenanlagen, überbaute Parkplätze oder Balkonmodule. 

Die Teilnahme am "Wattbewerb" soll zusätzlich dazu beitragen die Klimaschutz-Ziele, die sich die Stadt Emsdetten bereits 2012 gesetzt hat, und das große Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Alle Emsdettenerinnen und Emsdettener sind aufgerufen, mitzuwirken und aktiv zu werden.


Weitere Informationen und erste Hinweise ob Dächer für eine PV-Anlage geeignet sind:


Nahwärmenetz am Gymnasium Martinum

Das Gymnasium Martinum, die benachbarte Wilhelmschule und die angrenzende Zweifachsporthalle werden zukünftig durch eine neue zentrale Heizungsanlage mit Wärme versorgt. Das sogenannte Nahwärmeversorgungsnetz wird zwei alte Heizzentralen und Wärmeerzeugungsanlagen ersetzen. Die Gesamtkosten des Nahwärmenetzes belaufen sich auf rund 1,75 Millionen Euro – ein Betrag, der von drei Instanzen getragen wird: 

  • 875.000 Euro (50 Prozent) durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Programmaufruf „Kommunaler.Klimaschutz“
  • 525.000 Euro (30 Prozent) durch das Land NRW
  • 350.000 Euro (20 Prozent) durch die Stadt Emsdetten

Eingebettet ist das Projekt in einen gemeinsamen Antrag „Mehr Wirkung durch Kooperation – Investitionsoffensive für mehr Klimaschutz in kommunalen Liegenschaften und Fuhrparks im Kreis Steinfurt". Neben dem Kreis Steinfurt arbeiten 20 Kommunen in mehr als 40 Projekten zusammen. Insgesamt werden kreisweit Fördergelder in Höhe von 15 Millionen Euro für investive Klimaschutzprojekte zur Verfügung gestellt. 

Mehr zum aktuellen Stand des Projektes erfahren Sie hier.

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LED-Beleuchtung

LED- Innenbeleuchtung in Mehrzweck- und Sporthallen

Im Jahr 2018 hat die Stadt Emsdetten die Innen- und Hallenbeleuchtung in sechs Emsdettener Sport- und Mehrzweckhallen saniert. 

  • Turnhalle Josefschule
  • GSS-Großraumturnhalle
  • GSS-Gymnastikhalle
  • Sporthalle Johannesschule
  • Sporthalle Hollingen
  • Mehrzweckhalle Sinningen

Die vorhandene Beleuchtung wurde auf modernste LED-Technik umgerüstet. Hierdurch kann der Energieverbrauch in den sechs Hallen insgesamt um ca. 108.400 kWh/a gesenkt werden, was einer CO₂-Einsparung von ca. 60,45 Tonnen pro Jahr entspricht. Pro Jahr ergibt sich eine Kosteneinsparung von rund 23.500 Euro. 

Die Maßnahme wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. 

Gesamtkosten: 320.000 Euro, davon Förderanteil: 112.000 Euro 

LED- Straßenbeleuchtung 2020

Seit 2009 führt die Stadt Emsdetten eine kontinuierliche Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit energieeffizienten Leuchten durch. Damit leistet die Stadt Emsdetten einen ansehnlichen Beitrag zum Klimaschutz wie auch zum sparsamen Umgang mit den städtischen Finanzmitteln. Insgesamt wurden seither rd. 2.800 Leuchten erneuert. Hierdurch wird bisher, trotz der Schaffung neuer Lichtpunkte, eine jährliche Stromeinsparung von rd. 805.000 kW/h sowie rd. 500 to. klimaschädlicher Abgasen (CO₂) erreicht.

Aktuell werden weitere 352 Leuchten gegen energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Hierdurch soll der Energieverbrauch zusätzlich um rd. 111.388 kW/h im Jahr reduziert werden. Dies entspricht einer weiteren Co₂-Einsparung von rd. 66 to. jährlich.

Die Ausgaben für diese Maßnahme belaufen sich auf rd. 148.000 Euro. Hierzu erhält die Stadt Emsdetten eine Förderung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages in Höhe von 20%. Der entsprechende Förderbescheid über rd. 30.000 Euro liegt zwischenzeitlich vor.

Titel: KSI: Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Stadt Emsdetten auf LED-Technik

Laufzeit: 01.03.2020 bis 28.02.2021

Förderkennzeichen: 03K13419

Ziel: Senkung der CO₂-Emissionen durch Einsatz energieeffizienter LED-Leuchten

Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen


Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen der Bildungseinrichtungen.“