PV-Ausbau schreitet in großen Schritten voran | Stadt Emsdetten

Umwelt 

PV-Ausbau schreitet in großen Schritten voran

Dies hat der Rat der Stadt mit der Strategie zum Klimaneutralen Konzern 2038 im Frühjahr 2024 einstimmig beschlossen. Um das Ziel des Klimaneutralen Konzerns 2038 zu erreichen, ist es notwendig, die Emissionen aus dem Betrieb der kommunalen Liegenschaften zu minimieren. Hierfür baut die Stadt Emsdetten die Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien jährlich aus - insbesondere durch den weiteren Ausbau von Photovoltaik-Anlagen.

Die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen auf den Dächern städtischer Gebäude trägt maßgeblich dazu bei, den Strombedarf aus dem öffentlichen Netz zu reduzieren. Dadurch sinken sowohl die Treibhausgasemissionen als auch die Stromkosten der Stadt. Gleichzeitig wird die Stadt Emsdetten unabhängiger von den Entwicklungen auf dem Energiemarkt.

Kontinuierlicher Ausbau von PV-Anlagen

Die Stadt Emsdetten baut die Anlagen zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie kontinuierlich aus. In den vergangenen Jahren ist die installierte Photovoltaik‑Leistung auf den Dächern städtischer Gebäude deutlich gewachsen. Während im Jahr 2022 insgesamt 135 kWp auf den Dächern installiert waren, verdoppelte sich die Leistung 2023 bereits auf 270 kWp. 2024 wurden die Kapazitäten weiter auf 481 kWp ausgebaut. Seit Ende 2025 beträgt die Leistungsmenge über 1.000 kWp

Beim Strom spielt der auf den Dächern der eigenen Liegenschaften erzeugte und direkt vor Ort verbrauchte Photovoltaik-Strom eine zunehmend wichtige Rolle. Die Eigenverbrauchsmenge von PV-Strom erfuhr dementsprechend im Jahr 2024 mit 136 MWh eine annähernde Verdoppelung zum Vorjahr 2023 (65 MWh). Diese Entwicklung wird sich mit dem Zubau der Jahre 2024 und 2025 fortsetzen.

So wurden im Jahr 2025 beispielsweise die Dächer des neuen Baubetriebshofes sowie des Rathauses mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Für das Rathaus wird der Strom aus der 66 kWp Anlage voraussichtlich zu fast 100 Prozent direkt ohne Zwischenspeicherung komplett selbst verbraucht. Die 286 kWp große Anlage auf dem Dach des neuen Baubetriebshofes wird u.a. den E-Fuhrpark, die Wärmepumpe sowie die akkubetriebenen Geräte versorgen. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist, vergütet und kann von anderen als Ökostrom genutzt werden. Weitere Anlagen entstanden auf den Dächern der Josefschule, der Geschwister-Scholl-Schule, der Radabstellanlage am Hengeloplatz und des Wirtschaftsgebäudes am Stadtpark.

„Wir sind auf einem sehr guten Weg, unsere städtischen Gebäude klimafreundlich zu gestalten und gleichzeitig den Haushalt bei den Stromkosten spürbar zu entlasten“, fasst Emsdettens Bürgermeister Oliver Kellner die Entwicklung zusammen.

Fahrplan Klimaneutraler Gebäudebetrieb

Um die Emissionen aus dem Betrieb der kommunalen Liegenschaften weiter zu reduzieren, wurde im Jahr 2025 der Fahrplan Klimaneutraler Gebäudebetrieb erstellt. Dieser bietet eine fundierte Handlungsgrundlage für die energetische und teilweise auch ganzheitliche Modernisierung bzw. die Instandhaltung der kommunalen Gebäude. Bei ausgewählten Gebäuden – wie beispielsweise der Grundschule in Hollingen – stehen in den kommenden Jahren ohnehin umfassendere Sanierungsmaßnahmen an, die der Erhaltung und Modernisierung dienen und nicht nur aus energetischen Gründen erforderlich sind. Für alle übrigen Gebäude im Portfolio wird im Rahmen des Fahrplans lediglich der Ersatz der Heizungen auf erneuerbaren Energien und die Installation von Photovoltaik-Anlagen angenommen. Der Fahrplan Klimaneutraler Gebäudebetrieb wird aktuell und in den folgenden Jahren auf der Grundlage des einstimmigen Beschlusses des Rates im Mai 2025 sukzessive umgesetzt.

Die Stadt Emsdetten kommt somit ihrem Ziel zur Klimaneutralität Schritt für Schritt näher.