Handlungskonzept Wohnen | Stadt Emsdetten

Handlungskonzept Wohnen

Handlungskonzept Wohnen

Kommunale Handlungskonzepte Wohnen sind Entwicklungsstrategien, denen das Wohnungsangebot in der Kommune und die zukünftige Wohnungsnachfrage – also die Wünsche und Ansprüche sowie die Anzahl der Haushalte – zu Grunde gelegt werden. Durch den Vergleich von Angebot und Nachfrage und die Diskussion mit lokalen wohnwirtschaftlichen Akteuren kann die Kommune erkennen, welche Wohnungen heute und in Zukunft benötigt werden. Auf dieser Basis werden konsens- und umsetzungsfähige Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Wohnungsmarktentwicklung erarbeitet. Das Handlungskonzept steckt somit den Rahmen ab, um die richtigen Entscheidungen zum Beispiel über öffentliche und private Investitionen in Neu- und Ergänzungsbauten, über Vermietungsstrategien, die Ausweisung von Bauflächen, Bedürfnisse des sozialen Wohnungsbaus sowie die Rückbau- und Anpassungsbedarfe treffen zu können.

In der Sitzung vom 15. Juni 2023 hat der Rat der Stadt Emsdetten das, durch das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung erstellte, Handlungskonzept Wohnen als Grundlage für zukünftige wohn(bau)politische Entscheidungen und Konzepte beschlossen. Dieses wurde im engen Zusammenwirken mit den Akteuren der Emsdettener Wohnwirtschaft sowie den lokalen Architekten erstellt. Für dieses Engagement gilt allen Mitwirkenden besonderer Dank!

Die Stadt Emsdetten entwickelt ihr Handlungskonzept Wohnen weiter, um auch künftig eine ausgewogene und bedarfsgerechte Wohnraumversorgung sicherzustellen. Der aktualisierte Entwurf wurde um zusätzliche Zielsetzungen ergänzt und beschlossen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem öffentlich geförderten Wohnungsbau im Geschosswohnungsbau. Für Bauvorhaben auf städtischen Grundstücken und/oder dort, wo neues Planungsrecht erforderlich ist, gilt künftig eine Förderquote zwischen 25 und 60 Prozent. Die konkrete Höhe wird jeweils individuell festgelegt und orientiert sich am Umfeld des Quartiers. Ziel ist es, über alle entsprechenden Wohnbauprojekte hinweg eine durchschnittliche Förderquote von rund 40 Prozent zu erreichen.

Hintergrund dieser Regelung ist die aktuelle Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt: Steigende Zinsen und eine ausgeweitete Wohnbauförderung haben den geförderten Wohnungsbau deutlich attraktiver gemacht. In Einzelfällen können daher auch sehr hohe Förderanteile sinnvoll sein. Grundsätzlich soll jedoch eine Förderquote von 60 Prozent nicht überschritten werden.

So stellt die Stadt sicher, dass auch Haushalte, die nicht unter die Einkommensgrenzen der Wohnraumförderung fallen, passende Wohnungen finden können. Gleichzeitig soll der Generationenwechsel im Wohnungsbestand unterstützt werden. Attraktive Neubauwohnungen ermöglichen es insbesondere älteren Menschen, aus großen Ein- und Zweifamilienhäusern in geeigneten Wohnraum umzuziehen. Dadurch entstehen wichtige Umzugsketten, von denen Familien und andere Wohnungssuchende profitieren.

Mit diesen Maßnahmen verfolgt die Stadt Emsdetten weiterhin das Ziel eines ausgewogenen Wohnungsmixes, der unterschiedlichen Lebensphasen, Einkommensgruppen und Wohnbedürfnissen gerecht wird.