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Stadt Emsdetten treibt Ausbau der Ladeinfrastruktur konsequent voran
Diese wurden sowohl auf der städtischen Internetseite als auch über das bundesweite Flächentool (www.flaechentool.de) veröffentlicht. Das vom Bundesministerium für Verkehr bereitgestellte Tool ermöglicht es Kommunen, öffentliche Flächen transparent im Rahmen von Vergabeverfahren anzubieten. Die Flächen wurden in zwei Bündel mit jeweils vier Standorten aufgeteilt, um eine möglichst gleichmäßige Versorgung im Stadtgebiet sicherzustellen. Die Vergabe erfolgte nicht nach dem Prioritätsprinzip, sondern im Rahmen eines transparenten Losverfahrens, das am Donnerstag, 21. Mai 2026, durchgeführt wurde. Auf das erste Bündel bewarben sich vier Unternehmen, auf das zweite Bündel drei Unternehmen. Alle Unternehmen erfüllten die gestellten Anforderungen und wurden zum Losverfahren zugelassen.
Im Ergebnis des Losverfahrens erhielt die Westfalen AG aus Münster den Zuschlag für Bündel 1, während die eze.network GmbH mit Sitz in München Bündel 2 zugelost bekam. Die Westfalen AG ist ein Familienunternehmen mit über 100 Jahren Erfahrung in der Energiebranche und betreibt derzeit mehr als 800 Ladepunkte in ganz Deutschland, unter anderem in den Städten Rheine und Münster. Das inhabergeführte Unternehmen eze.network GmbH wurde 2019 gegründet. Seitdem hat das Unternehmen bereits sehr viel Erfahrung als Ladesäulenbetreiber sammeln können. Derzeit betreibt eze deutschlandweit über 1.600 Ladepunkte, bspw. in Hamburg, Stuttgart, Berlin und Frankfurt.
Neben den Stadtwerken Emsdetten, die kürzlich auf dem Parkplatz am Stadtpark/ Tennishalle ihren fünften Standort im Stadtgebiet eröffnet haben, sowie TotalEnergies, die im Rahmen des Deutschlandnetzes 12 Schnellladepunkte am Bahnhof errichten, werden somit künftig zwei weitere Anbieter in Emsdetten aktiv sein. Der daraus entstehende Wettbewerb wird insbesondere den Nutzerinnen und Nutzern zugutekommen.
Die Stadt Emsdetten wird die Auslastung der neuen Standorte kontinuierlich beobachten und bei entsprechender Nachfrage weitere Vergabeverfahren für zusätzliche Ladeinfrastruktur durchführen.
Integriertes Mobilitätskonzept
Die Stadt Emsdetten verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2040 im gesamten Stadtgebiet klimaneutral zu werden. Um dieses ambitionierte Vorhaben zu erreichen, soll der Einsatz fossiler Energieträger in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität deutlich reduziert und die jährlichen Treibhausgasemissionen um über 90 Prozent gesenkt werden. Ein zentraler Baustein auf diesem Weg ist das Integrierte Mobilitätskonzept, das der Rat der Stadt Emsdetten im Jahr 2022 beschlossen hat. Unter der Strategie „Ausbauen und Optimieren“ sieht eine Maßnahme gezielt den Ausbau alternativer Antriebe vor. Dazu gehören insbesondere die schrittweise Umsetzung neuer Ladeinfrastruktur sowie der Ausbau von Lademöglichkeiten auf städtischen Liegenschaften.
Ladeinfrastrukturkonzept
Um den Bedarf und eine sinnvolle räumliche Verteilung von Ladepunkten zu ermitteln, wurde im Jahr 2024 ein umfassendes Ladeinfrastrukturkonzept erstellt. Ziel ist es, eine flächendeckende, bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur zu schaffen und so zusätzliche Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität zu setzen. Der Rat der Stadt Emsdetten hat dieses Konzept sowie das weitere Vorgehen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur am 16. Dezember 2024 beschlossen. Im Zuge der Umsetzung ist die Stadt verpflichtet, einen transparenten und diskriminierungsfreien Marktzugang für alle Betreiber von Ladeinfrastruktur sicherzustellen. Direktvergaben an einzelne Anbieter sind rechtlich nicht zulässig. Das durchgeführte Verfahren orientiert sich an den Empfehlungen des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von ElektroMobilität NRW. Dieses Verfahren wird bereits von mehreren Städten angewendet, wie den Städten Rheine und Münster.
