Kultur

Eröffnung der Fotoausstellung „Waisen der Medizin, Leben mit einer seltenen Krankheit“ in der Stadtbibliothek

Mit der Ausstellung möchte der Inklusionsbeirat der Stadt Emsdetten auf Initiative seines Mitglieds Werner Holtkamp vom 29. Februar bis 30. April auf seltene Krankheiten aufmerksam machen. Gezeigt werden in der Ausstellung der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. Fotografien von Verena Müller, Kathrin Harms und Maria Irl. Die Künstlerinnen haben besondere Momente im Leben von JOSEPHINE (Williams-Beuren-Syndrom), FELIX (Wiskott-Aldrich-Syndrom), MICHAEL (Achondroplasie) und UTE (Retinitis Pigmentosa) festgehalten. In kurzen Steckbriefen erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie die Ausstellungs-Heldinnen und -Helden ihren Alltag mit ihrer seltenen Erkrankung meistern und was es mit ihren Erkrankungen auf sich hat.

Bürgermeister Oliver Kellner war es besonders wichtig die Besucherinnen und Besucher über den „Internationalen Tag der seltenen Krankheiten“ aufzuklären. Dieser findet jedes Jahr am letzten Tag im Februar statt und erinnert daran, dass in Deutschland 4 Millionen Menschen, davon 3 Millionen Kinder, mit einer von etwa 8.000 Seltenen Krankheiten leben. Für die meisten Erkrankungen gibt es noch keine Heilung, sie verlaufen chronisch und gehen teilweise mit starken Beeinträchtigungen einher. „Mit einer seltenen Krankheit zu leben, heißt kaum spezialisierte Ärzte und Therapien, lange Wege bis zur richtigen Diagnose, wenige Medikamente und vor allem oft große Einsamkeit, Unsicherheit und Angst.“ sagte Bürgermeister Oliver Kellner über die Betroffenen.

 Die Ausstellung ist noch bis zum 30. April in der Stadtbibliothek Emsdetten und kann zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.