Körperpoesie – Die Ästhetik des Andersseins | Stadt Emsdetten

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Körperpoesie – Die Ästhetik des Andersseins

Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Körperpoesie – Die Ästhetik des Andersseins“ der Künstlerin Elena Entrup, die vom 11. August bis zum 21. September 2026 im Rathaus der Stadt Emsdetten (1. Etage) zu den üblichen Öffnungszeiten kostenlos zu sehen sein wird.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Inklusionsbeirates der Stadt Emsdetten, der Gleichstellungsbeauftragten Tanja Heuer sowie der Künstlerin Elena Entrup. Gemeinsam möchten sie einen Beitrag zu mehr Sichtbarkeit, Akzeptanz und gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung leisten.

Schwerpunkt der Ausstellung

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Menschen mit Dysmelie, einer angeborenen Fehlbildung der Gliedmaßen. Die Fotografien und künstlerischen Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig menschliche Körper sind und laden dazu ein, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen. Dabei stellt die Ausstellung bewusst die Frage: Wie sieht es aus, wenn Behinderung nicht defizitär, sondern ästhetisch dargestellt wird?

Die Ausstellung entstand im Rahmen der Bachelorarbeit von Elena Entrup. Ausgangspunkt waren ihre eigenen Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Blick auf Behinderung. Immer wieder stellte sie fest, dass Behinderung häufig ausschließlich als Mangel wahrgenommen wird und im öffentlichen Leben kaum sichtbar ist.

„Mit ‚Körperpoesie‘ möchte ich zeigen, dass Behinderung kein Defizit ist. Die Menschen in meiner Ausstellung stehen für Vielfalt, Individualität und Schönheit – und verdienen die gleiche Sichtbarkeit wie alle anderen auch“, so die Künstlerin Elena Entrup.

„Körperpoesie – Die Ästhetik des Andersseins“ lädt dazu ein, Menschen jenseits von Schubladen und Zuschreibungen zu begegnen. Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven auf das Thema Behinderung und setzt ein starkes Zeichen für Inklusion, Vielfalt und gesellschaftliche Wertschätzung.

Ausstellungseröffnung und Finissage

Zu einer kleinen Eröffnung am Dienstag, 11. August 2026, um 14.00 Uhr laden die Gleichstellungsbeauftragte Tanja Heuer und die Mitglieder des Inklusionsbeirates herzlich ins Rathaus ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind willkommen, die Ausstellung kennenzulernen und mit den Initiatorinnen und Initiatoren ins Gespräch zu kommen.

Eine Finissage mit der Künstlerin Elena Entrup ist für Donnerstag, 17. September 2026, um 17.00 Uhr geplant. Dort haben Besucherinnen und Besucher noch einmal die Möglichkeit, mehr über die Entstehung der Arbeiten zu erfahren und sich persönlich mit der Künstlerin auszutauschen.